Der Tibet Gesprächskreis
Der Gesprächskreis wurde im Mai 1995 anlässlich einer Anhörung zur Situation in Tibet im Auswärtigen Ausschuss gegründet und trifft sich seitdem in unregelmäßigen Abständen, zuletzt etwa alle sechs Monate. Sein Ziel ist es, im Parlament ein Bewusstsein für die Tibet Problematik zu schaffen und zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren Mittel und Wege zu finden, wie die deutsche Politik zur Verbesserung der Lage in Tibet und der Tibeter beitragen kann.
Dem Gesprächskreis gehören 53 Abgeordnete aus vier verschiedenen Bundestagsfraktionen an, der Vorsitz wird gemeinschaftlich von der Abgeordneten Holger Haibach (CDU), Manuel Sarrazin (Bündnis90/Die Grünen), Harald Leibrecht (FDP) und Johannes Pflug (SPD) ausgeübt. Als Gäste nahmen an den Terminen des Gesprächskreises Vertreter der tibetischen Exilregierung, von Tibet NGOs, der Bundesregierung (Auswärtiges Amt, Menschenrechtsbeauftragter) und wissenschaftliche Sachverständige teil.
Zu den Höhepunkten der Arbeit des Tibet GK gehörte die Verabschiedung des Antrags „Menschenrechte und Entwicklung in Tibet“ am 18.04.02 durch den Bundestag. Mit diesem Antrag wollten die Abgeordneten einen neuen Weg beschreiten, indem sie ihn direkt an ihre Parlamentarierkollegen des chinesischen Volkskongresses richteten. Sie appellierten an die Abgeordneten, Verantwortung für Tibet zu zeigen und eine Debatte über die dortige Lage anzustoßen. Weitere bedeutsame Ereignisse in der Arbeit des Tibet Gesprächskreises waren die Treffen mit dem Dalai Lama und dem Vorsitzenden des Kabinetts der tibetischen Exilregierung Samdhong Rinpoche im Jahr 2003.